Gruppenkurse haben Einfluss auf das mentale und physische Wohl

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Eine neue Studie über den Einfluss von Gruppenfitness auf die Stressreduzierung zeigt, was sich viele bereits dachten: Zusammen sind wir stärker.

Dass aus der Not manchmal die besten Idee geboren werden, hätte sich Dr. Dayna Yorks wohl nicht träumen lassen, als sie 2013 – zu Beginn ihres Medizinstudiums in Maine – vor einem großen Problem stand: Am gesamten Osteopathie-Medizin-Campus der University of New England gab es keinen einzigen Gruppenfitnesskurs – und das obwohl sie wusste, welchen positiven Einfluss dieser auf ihre physische und mentale Gesundheit hat. Was blieb der LES MILLS Instruktorin also anderes übrig als CXWORX auf dem Campus zu etablieren. Und nicht nur das: Gleichzeitig erforschte sie auch die Effekte des gezielten Trainings auf Medizinstudenten.

Inzwischen wurde ihre Arbeit im Journal of the American Osteopathic Association veröffentlicht und erlangte weltweit Aufmerksamkeit. In mehr als 30 Medien wurde über sie und ihre Studie berichtet, die zeigt, dass Gruppenfitness sowohl das geistige als auch körperliche Wohnbefinden verbessert.

“Wer mindestens eine Class pro Woche besucht hatte, konnte seinen Stressabbau signifikant verbessern und die mentale, physische und emotionale Lebensqualität steigern.”

Yorks selbst war schon immer eine ausgezeichnete Sportlerin. Sie spielte College-Softball in der Universität und wurde sogar in ihrem letzten Jahr zum Kapitän gewählt. Als sie mit dem Mannschaftssport aufgehört hatte, merkte sie jedoch schnell, dass ihr etwas Elementares im Leben fehlte.

„Ich habe – relativ unfreiwillig – auf Anregung meines Vaters einen BODYPUMP-Kurs besucht. Eigentlich wollte ich lieber auf der Trainingsfläche Eisen stemmen. Aber: Es stellte sich heraus, dass ich BODYPUMP liebe! Gruppenfitness hat die Leere gefüllt, die ich gespürt habe, seit ich nicht mehr Teil einer Mannschaft war. Von da an war ich vollkommen überzeugt und habe meinen Weg als Instruktorin eingeschlagen. Das war vor zehn Jahren.“

Die Gruppenkurse hielten Yorks nicht nur fit, sondern waren auch ein wichtiger Bestandteil ihres sozialen Lebens – und bauten gleichzeitig Stress ab. „Bewegung war immer ein wichtiges Ventil und als ich mit dem Medizinstudium begann, brauchte ich die Gruppenfitness noch mehr, um mich geerdet, vollkommen ausgeglichen und lebendig zu fühlen“, erklärt sie.

Doch leider gab es zu diesem Zeitpunkt noch keine bestehenden Gruppenfitnesskurse an ihrer Universität. Yorks fühlte wieder diese Leere. „Also begann ich unregelmäßig Kurseinheiten für einen kleinen Kreis von Freunden zu geben. Ich wollte, dass sie dieses Gefühl erfahren, was Sport für mich bedeutet. Ich werde nie vergessen, wie eine Freundin eines Tages im Umkleideraum zu mir sagte: ”Dayna, du musst sicherstellen, dass deine Gruppenfitnesskurse auch noch weiter existieren, wenn du den Campus verlässt.‘ Es war also ihr Anstoß, der mich dazu inspirierte, genau das zu tun.“

Yorks sorgte nicht nur für den Fortlauf der Kurse, sondern ging noch einen Schritt weiter. Sie wollte ihren Kommilitonen etwas Bleibendes hinterlassen, das nicht nur ihre körperliche Fitness verbessert, sondern auch eine dringend benötigte Stressreduzierung mit sich bringt. „Die Untersuchung hat gezeigt, dass die Anzahl schwerer Depressionen und Angststörungen bei Medizinstudenten fünfmal höher ist als bei gleichaltrigen, nichtmedizinischen Kommilitonen“, sagt York. „Außerdem leiden viele Studenten und Ärzte unter Burnout, Müdigkeit und Alkoholmissbrauch oder haben sogar Selbstmordgedanken.“

Für Yorks war die Lösung offensichtlich: LES MILLS. „Ich wusste, wenn ich die Universität dazu bringen würde, die finanziellen Mittel für das LES MILLS Programm zu stellen, dann könnte ich den Grundstein für fortdauernde Gruppenfitnesskurse legen. LES MILLS ist wie eine Art gut laufendes Netzwerk. Es gibt mehrere Initial Module Trainings (IMT) im ganzen Land, damit neue Studenten zertifiziert werden können, die Instruktoren werden mit angesagter Musik und der passenden Choreographie ausgestattet, die gewährleistet, dass das Programm effektiv ist – und es beruht auf wissenschaftlichen Standards. Ich habe dass CXWORX für mich entdeckt, weil es nur eine halbe Stunde dauert, minimales Equipment benötigt und ich wusste, dass es Wert auf Core- und Functional-Training legt, was für angehende Ärzte besonders wichtig ist.“

Aber nicht nur das – Yorks wählte auch CXWORX für ihr Forschungsvorhaben, weil sie erkannte, welchen Einfluss diese Art des Trainings auf die praktische Arbeit der angehenden Mediziner haben kann. „Die dritthäufigste Ursache, warum Patienten einen Hausarzt aufsuchen, sind Rückenschmerzen – und diese lassen sich oftmals mit einem gezielten Core-Training in den Griff kriegen“, sagt Yorks. „Wenn die Medizinstudenten am eigenen Leib vermittelt bekommen, wie effektiv Core-Training ist, werden sie das hoffentlich in ihrer Art zu praktizieren einfließen lassen. Die Forschung zeigt auch, dass Medizinstudenten, die sich selbst körperlich betätigen, ihren Patienten häufiger nahelegen, dies auch zu tun.“

Schließlich schlug Yorks Anatomieprofessor – während eines Workouts im Fitnessstudio – vor, ein Forschungsprojekt in diesem Bereich anzustreben. „Wir waren uns einig, dass konkrete Daten über die Auswirkungen von Gruppenfitness auf das Wohlbefinden von Medizinstudenten, hilfreich wären, die weitere Finanzierung des Programms sicherzustellen. Ich habe vor dem Medizinstudium in der Forschung gearbeitet, also war ich mit dem weiteren Fortgang vertraut.“

CXWORX war ein riesengroßer Erfolg und wurde regelmäßig von 70 Studenten und Mitarbeitern der Fakultät besucht. „Ich habe noch nie zuvor in meinem Leben so viele Menschen in einem CXWORX-Kurs unterrichtet“, strahlt Yorks.

Es gab zwei Schwerpunkte bei der Forschungsarbeit: „Wir wollten sehen, ob die Teilnahme an Gruppentrainings, Einzeltrainings oder keinem Sportprogramm eine Auswirkung auf das Wohlbefinden der Medizinstudenten hat.“ Zu diesem Zweck stellten Yorks und ihr Team folgende Hypothese auf:

  1. Die Teilnahme an regelmäßigen Trainings vermindert die Stresswahrnehmung und hat eine Verbesserung der physischen, mentalen und emotionalen Lebensqualität zur Folge.
  2. Die Teilnahme an Gruppenfitness-Trainings wird zu einer höheren Stressreduktion und größeren Verbesserung der Lebensqualität als Einzeltrainings führen.

Das Fazit: Sie hatten Recht!

„Im Wesentlichen stellten wir fest, dass diejenigen, die an mindestens einer CXWORX-Class pro Woche teilnahmen, eine statistisch signifikante Stressreduzierung sowie eine Verbesserung der mentalen, physischen und emotionalen Lebensqualität aufwiesen. Diejenigen, die Einzeltrainings absolvierten, zeigten eine Verbesserung der mentalen Lebensqualität, aber keine weiteren signifikanten Veränderungen. Dies deutet darauf hin, dass die Teilnahme an Gruppenkursen eine gute Lösung sein könnte, um das Wohlbefinden von Medizinstudenten nachhaltig zu verbessern.“

Im Einzelnen zeigten die Daten der CXWORX-Gruppe folgendes:

  • 12,6 % Steigerung der mentalen Lebensqualität
  • 24,8 % Steigerung der körperlichen Lebensqualität
  • 26 % Steigerung der emotionalen Lebensqualität
  • 26,2 % Prozent Rückgang der Stresswahrnehmung

„Die Gruppe der Einzeltrainierenden hatte eine Erhöhung der mentalen Lebensqualität von 11 %, aber keine weiteren statistisch signifikanten Verbesserungen“, erklärt York.

Ohne die Vorteile des Einzeltraining aus den Augen zu verlieren, zeigt die Studie, welche besondere Bedeutung der „Gruppeneffekt“ hat: „Dass die sozialen Aspekte der Gruppenfitness einen Einfluss auf die verbesserte Lebensqualität und Stressreduzierung haben, kann nicht ausgeschlossen werden. Die soziale Komponente von Gruppenkursen ist therapeutisch. Darüber hinaus wird in Gruppenfitnesskursen häufig temporeiche Musik mit Choreographien gekoppelt, um den Unterricht noch interessanter zu gestalten und mehr Spaß in den Kurs zu bringen. Wenn man nun Medizinstudenten zusammenbringt, die sich gemeinsam durch ähnliche Stresslevel kämpfen und dabei Spaß haben, dann kann diese Erfahrung das Gefühl des Einzeltrainings übertreffen.“

Yorks war einerseits überwältigt, andererseits mitgerissen von der medialen Aufmerksamkeit, die ihr Projekt anzog: „Dass wir die Medien im Sturm erobern, haben wir weder geplant noch damit gerechnet“, sagt sie. „Dass die Studie in diesem Umfang verbreitet wurde, ist ein großes Geschenk. Unsere Studie plädiert für eine Veränderung der medizinischen Ausbildung und Praxis, um das Wohlbefinden von Studenten und Ärzten, insbesondere durch Gruppenfitness, zu stärken. Je mehr Menschen sich bewusst werden, dass wir diese Veränderung brauchen und welche Macht Gruppenfitness haben kann, desto besser!“

Inzwischen absolviert Yorks eine Ausbildung zum Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin. „Ich hoffe, dass ich in Zukunft weitere Forschungsprojekte in Angriff nehmen kann, möglicherweise ein ähnliches Projekt, aber dieses mal mit Assistenzärzten. Es ist wohl unbestritten, dass diese Zeit für Mediziner noch stressintensiver ist.“

Obwohl Yorks Terminplan beängstigend voll ist, sagt sie, dass es wert sei. „Gegen Ende meines Medizinstudiums wurde ich Teil des LES MILLS US Trainerteams. All diesen unterschiedlichen Aufgaben gerecht zu werden, ist eine Herausforderung, das ist richtig. Aber ich kann mir ein Leben ohne nicht vorstellen. Ich gebe wirklich mein Bestes, höre bei allem auf mein Herz und weiß nun, dass es in Ordnung ist, wenn nicht alles perfekt ist. #nichtsistperfekt.“

FÜNF FAKTEN ZUSAMMENGEFASST

  • Medizinstudenten leiden überdurchschnittlich oft an stressbedingten Depressionen und Angstzuständen – so stellen sie eine ideale Zielgruppe für die Studie dar
  • Die Studie umfasste die CXWORX-Classes von LES MILLS, an denen 70 Studenten und Mitarbeiter der Universität teilnahmen
  • Diejenigen, die mindestens einmal pro Woche einen Kurs besuchten, zeigten ein niedrigeres Stresslevel
  • Im Vergleich zu Teilnehmern, die Einzeltrainings absolvierten, lagen die Werte in der Gruppenklasse bei Stressreduktion sowie körperlicher, geistiger und emotionaler Lebensqualität höher
  • Es wurde die Hypothese aufgestellt, dass die soziale Komponente der Gruppenübung an sich therapeutisch ist.
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