Es gibt zahllose Tipps und Ratschläge rund um die richtige Ernährungsweise. Allein das Internet bietet eine Vielzahl an Mythen und Hinweisen, deren Befolgung jedoch nur auf den ersten Blick sinnvoll ist. Während gute Ernährungstipps das Leben erleichtern und Dir bei der Erhaltung eines gesunden Lebensstils helfen, verkomplizieren andere den Alltag. Im schlimmsten Fall bringt Dich so manch gut gemeinter Ratschlag sogar um wichtige Nährstoffe, die Dein Körper so dringend braucht.

Die folgenden sechs Tipps sind besonders häufig zu finden, sollten Deinen Alltag jedoch nicht länger beeinflussen.

1. Verzichte auf gefrorene Lebensmittel

Ist die Rede von Lebensmitteln aus dem Tiefkühlfach, so werden diese häufig pauschal verdammt. Dass Pizza, Fertiggerichte und gefrorene Sahnetorte tatsächlich nicht auf Deinen Speiseplan gehören, liegt auf der Hand. Tiefkühlregale bieten jedoch auch einige vorteilhafte Lebensmittel, die Du gerne und häufig konsumieren darfst.

Vor allem gefrorenes Obst und Gemüse erweisen sich als praktisch und nährstoffreich, sofern sie direkt nach der Ernte eingefroren und nicht gezuckert oder mit fertigen Würzmischungen vermengt wurden. In eisiger Form bewahren Beeren, Erbsen, Bohnen und Co. ihre wichtigen Nährstoffe und stehen dann sogar besser da als manch frisches Obst und Gemüse.

2. Iss nur Bio Gemüse und Obst

Selbstverständlich ist die Empfehlung, biologisch produziertes Obst und Gemüse zu verzehren, nicht falsch. Beginnst Du jedoch bei jedem Einkauf ausschließlich solche Produkte zu suchen und kaufst Du aufgrund der oft hohen Preise weniger frische Waren, wirkt sich der starke Bio-Fokus negativ auf Deine Ernährung aus. Wichtig sind vor allem der häufige Verzehr von Gemüse zu allen Mahlzeiten und eine sinnvolle Ausnutzung guter Vitamine und Mineralstoffe aus Früchten. Stammen Brokkoli, Blumenkohl und Gurke nicht aus der Bio-Abteilung, helfen sie Dir dennoch dabei, Dein Risiko für Krebs, Herzerkrankungen, Übergewicht und Diabetes zu senken. Dieser positive Effekt bezieht sich dabei sowohl auf Bio Gemüse als auch auf konventionelle Waren.

3. Frühstücke sofort nach dem Aufstehen

Das Frühstück galt lange als wichtigste Mahlzeit des Tages und immer wieder wird empfohlen, leere Energiespeicher gleich nach dem Aufstehen zu füllen. Hier entsteht allerdings schnell ein Problem: stehst Du beispielsweise bereits um fünf oder sechs Uhr auf und frühstückst, so hast Du wenige Stunden später wieder Hunger. Das unerwünschte Ergebnis sind sinnlose Snacks lange bevor die nächste Mahlzeit ansteht.

Besser als sofortiges Frühstücken kann es also sein, den Körper zunächst mit wichtiger Flüssigkeit zu versorgen. Ingwerwasser oder auch lauwarmes Wasser mit Zitronensaft sind gute Möglichkeiten, das Frühstück auf eine angemessene Zeit vor dem Mittagessen zu verschieben. Achte aber darauf, dass Du nicht zu hungrig wirst, denn das wiederum sorgt für Heißhunger und lässt Dein Frühstück schnell zu üppig ausfallen.

4. Trinke Saft und Smoothies zur Flüssigkeitsaufnahme

Saft und frische Smoothies werden häufig als gute Alternative zu Softdrinks angepriesen und für eine gesunde Ernährungsweise empfohlen. Doch in pürierter und gänzlich flüssiger Form sättigt Obst nicht. Die enthaltenen Vitamine verblassen angesichts des oft hohen Zuckergehaltes von Säften und Smoothies. Es ist daher besser, Deinen Flüssigkeitsbedarf mit Wasser sowie ungesüßten Tees zu decken und die Vitaminzufuhr mit frischem Obst sicherzustellen. Die hier enthaltenen Ballaststoffe machen Dich satt und wirken außerdem anregend auf Stoffwechsel und Verdauung.

5. Vermeide weiße Lebensmittel

Eine gerne und oft mit Vorurteilen bedachte Lebensmittelgruppe sind weiße Nahrungsmittel. Befolgst Du diesen Ratschlag jedoch allzu umfassend, bringst Du Dich um wertvolle Nährstofflieferanten. Während der Verzicht auf Weißmehl und weißen Zucker tatsächlich ratsam ist, dürfen andere weiße Zutaten wie Knoblauch, Blumenkohl, Kohl und Pilze gerne und regelmäßig auf Deinem Speiseplan stehen. Sie bieten Dir eine Fülle an Vitaminen, Mineralstoffen sowie sekundären Pflanzenstoffen und widerlegen damit das schlechte Image der Farbe Weiß in jeder Hinsicht.

6. Iss nicht spät am Abend

Genauso falsch wie die Empfehlung eines möglichst frühen Frühstücks ist der Tipp, auf abendliche Mahlzeiten zu verzichten. Längst schon haben Ernährungswissenschaftler herausgefunden, dass es nicht auf die am Abend aufgenommenen Kalorien ankommt, sondern vielmehr auf die gesamte Tagesbilanz. Bleibst Du selbst mit einem abendlichen Snack im Rahmen Deiner erwünschten Kalorienaufnahme, läufst Du nicht Gefahr, unnötig zuzulegen. Achte jedoch auf die Wahl gesunder Lebensmittel wie Gemüsesticks und Vollkorncracker mit Quark und behalte Dein Essverhalten im Blick. Ein Zuviel nämlich ist zu jeder Tageszeit schlecht für Deine Figur.

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